Interviews

Interview mit Cinema Bizarre bei www.ndrtv.de

eurovision.de: Wie ist es dazu gekommen, dass ihr beim Grand Prix antretet, und was bedeutet euch die Teilnahme?

Strify: Wie hatten die Anfrage vom NDR. Uns war dann schnell klar, das wir daran teilnehmen wollen. Ich finde das sehr aufregend, ich bin mit dem Grand Prix aufgewachsen und darum ist es spannend, auch mal hinter die Kulissen schauen zu können.

Luminor: Es ist eine große Ehre für uns, dass wir das machen dürfen. Viele Bands würden gerne daran teilnehmen, und wir wurden gefragt. Eine Klasse Sache und es ist klar, dass man so was annimmt.

eurovision.de: Gibt es Grand-Prix-Künstler die euch besonders faszinieren oder im Kopf geblieben sind?

Strify: Ich habe 1998 zum ersten Mal den Grand Prix geschaut. Guildo Horn hat das jüngere Publikum angesprochen – so bin ich das erste Mal direkt auf den Grand Prix aufmerksam geworden. Mein Vater hat auch immer den Grand Prix geschaut. Darum bin ich mit Bands wie Abba aufgewachsen. Aber auch Sängerinnen wie France Gall finde ich großartig.

Kiro: Ich fand das Jahr 2003 super, als t..A.T.u aufgetreten ist.

Luminor: Ich finde es bis heute faszinierend, dass Céline Dion ihre Karriere beim Grand Prix angefangen hat, wenn man bedenkt, was für eine Riesenkarriere sie danach gemacht hat.

eurovision.de: Was erwartet uns denn am 6. März auf der Bühne?

Strify: Wir werden wieder auf einen speziellen Film zurückgreifen, wir wollen unserem Namen alle Ehre machen und großes Kino bieten. Wir freuen uns sehr auf die Show, denn das Schauspielhaus ist eine tolle Location. Ich verrate nur soviel: Der Film wurde schon von Madonna in einem Video umgesetzt.

Luminor: Ja, der Ort ist wirklich sehr passend für den Auftritt.

eurovision.de: Wie gefallen euch die Songs euerer Mitbewerber und wie seht ihr eure Chancen?

Luminor: Das sind schon einige dabei, die vielen Leuten gefallen können. Ich denke aber, dass wir gute Chancen haben, da unser Song eine deutliche Message hat, die jeden Menschen anspricht.

Strify: Mir gefällt, das jeder Song sehr anders ist und etwas anderes vertritt. Ich denke darum, dass alle Karten offen sind. Jeder hat die Chance zu gewinnen.

 

eurovision.de: Wie würdet ihr euren Stil und eure Musik beschreiben?

Kiro: Das ist schwierig zu beschreiben, weil wir viele unterschiedliche Einflüsse haben.

Strify: Wir sind fünf starke Charaktere in der Band und wir wollten nie Musik neu erfinden und wollten uns aber auch nie in dieses oder jenes Genre einfügen und sagen: Das wollen wir genau machen. Jeder von uns hört unterschiedliche Musik. Stark beeinflusst werden wir unter anderem von New-Wave-Bands wie Depeche Mode.

Luminor: Wenn man sich unser Album anhört, findet man auch viele unterschiedliche Elemente. Es sind viele Songs dabei, die eher in den Rockbereich gehen, es gibt Songs die Rock und Pop miteinander verbinden - wir haben eine bunte Palette an Stilrichtungen.

eurovision.de: Euer Stil wird oft als Neo-Glamrock beschrieben. Könnt ihr euch da einordnen und versteht ihr euch als Weiterentwicklung von David Bowie oder T-Rex?

Luminor: Von uns als Nachfolger von David Bowie zu sprechen, wäre natürlich ein absoluter Königsschlag. Aber wir bringen der Welt den Glamour wieder, der ist ja gerade in Deutschland etwas verloren gegangen. Einige unserer Songs gehen in die glamrockige Richtung.

eurovision.de: Ihr seid ja zum Teil vom Visual-Kei-Stil geprägt und prägt diesen Stil. Seht ihr euch da als Sprachrohr einer Jugendbewegung?

Strify: Ich hab uns nie als Sprachrohr einer Jugendkultur verstanden. Wir wollen uns auch nicht so stark auf den Visual Kei berufen. Das war zwar der Ausschlag für unseren Style und wir haben uns auch darüber kennengelernt. Das hat sich aber mittlerweile sehr voneinander entfernt. Wir machen eine andere Musik, wir wollten nie kopieren oder eine deutsche Visual-Kei-Band sein.

eurovision.de: Welche Elemente aus dem Visual-Kei sind noch wichtig für euch?

Strify: Im Prinzip ist es nur das außergewöhnliche Styling. Der Visual-Kei ist ja nicht auf eine bestimmte Musikrichtung festgelegt. Das ist auch nicht so wie im Punk, dass man dann eine Lebenseinstellung mit vertritt. Bei uns ist eigentlich nur der Stylingfaktor hängengeblieben.

 

eurovision.de: Im Visual-Kei geht es ja auch um die Aufhebung der Geschlechtergrenzen und -rollen. Wie weit hat denn dieser Faktor und die Frage der sexuellen Orientierung für euch eine Bedeutung?

Luminor: Die Androgynität und das Spiel mit den Geschlechtern ist immer individuell zu betrachten. Ich hab nicht irgendwann beschlossen, mich jetzt so zu profilieren und mich so anzukleiden, ich war schon immer androgyn.

Strify: Ich experimentiere generell sehr gerne, ich probiere gerne aus. Manchmal passiert es, dass ich auf die Straße gehe und Leute zu mir sagen: Du siehst heute so männlich aus – ich sehe halt immer wieder anders aus. Und es kann auch sein, dass ich in zwei Jahren kein Make-up mehr tragen werde.

 

 

Kiro im privaten Talk
16.02.2008 von Adriane Haussmann


Da die Grippewelle auch die Jungs von Cinema Bizarre erreicht hat, konnten nicht alle fünf zum Interview erscheinen. Den Viren gegenüber resistent, erschien Kiro gut gelaunt zum Interviewtermin.

YLM: Gibt es eine Stadt auf eurer Tour auf die du dich besonders freust?
Auf das heute hier in Stuttgart, denn es sind Freunde und die Familien von Strify und mir hier. Und dann stehen wir ja jetzt bei der Tour das erste Mal so richtig auf der Bühne.

YLM: Die jetzige Tour ist nur ein Vorgeschmack auf die kommende große Tour. Was wird im April auf eure Fans warten?
Das jetzt ist ja keine richtige Tour, wir haben ja die Meet&Greets. Es ist eine Special-Tour, ein Dankeschön für unsere Fans. Aber es wird eine ausgefallene Bühnenshow geben mit vielen Effekten, aber mehr möchte ich noch nicht verraten.

YLM: Ihr nehmt am Vorentscheid für den Eurovision Songcontest teil, wie kam es dazu?
Wir haben uns selbst immer sehr mit dem Grand Prix beschäftigt und dann stand es plötzlich zur Debatte, dass wir beim Vorentscheid antreten können und das fanden wir einfach super und haben sofort ja gesagt.

YLM: Welche Erwartungen habt ihr dabei an euch selbst gestellt?
Also es zählt in erster Linie mal das Motto: "Dabei sein ist alles!", es ist schon super dort mit den anderen Künstlern auf der Bühne zu stehen und zu performen, aber zu gewinnen, wäre natürlich wirklich super und dann Deutschland beim Eurovision Songcontest zu vertreten.

YLM: Eure nächste Single ist "Forever or Never", hast du da ein bisschen nachgeholfen, dass dein Lieblingssong die dritte Single wird?
Ich war schon immer Feuer und Flamme für diesen Song und freu mich da natürlich besonders, aber als es darum ging was die dritte Single wird, waren schon alle dafür.

YLM: Ihr habt vor Kurzem erst den Videoclip dazu gedreht, auf was dürfen sich eure Fans dieses Mal freuen?
Also es ist komplett anders als die anderen. Ich sag nur, dass es schwarz-weiß ist, wir in verschiedenen Räumen gedreht haben und es darin eine Geschichte mit einem Mädchen gibt. Es ist ein bisschen bizar.

YLM: Dürft ihr selbst Ideen und Vorschläge für eure Videodrehs einbringen?
Es werden sogar Ideen von uns verlangt, die man allerdings auch umsetzen können sollte. Aber wir können uns auf jeden Fall kreativ daran beteiligen und einbringen.

YLM: Welche Pläne habt ihr für das Jahr 2008 geschmiedet?
Also da steht natürlich als Hauptziel die große Tour im April an, die termine für Deutschland stehen bereits fest, aber soviel ich weiß, stehen auch noch termine in Dänemark, Portugal, Moldawien und ich glaube auch in Spanien zur Debatte. Und dann ist natürlich der Songcontest ein Highlight.

YLM: Konntest du bereits Freundschaften mit anderen Künstlern schließen?
Man begegnet vielen mal kurz bei größeren Konzerten und redet miteinander, aber richtige Freundschaften sind da noch nicht entstanden.

YLM: Ist dir in letzter Zeit etwas Peinliches passiert?
Also... naja, da gibt es schon etwas. Das war bei "The Dome" und mir ist da mein Top hocgerutscht bis wirklich über den Bauch und ich hab das nicht bemerkt. Erst später und hab gehofft, dass es nicht lange so war, aber auf den Fotos hab ich dann gesehen, dass das echt der ganze Auftritt war und man ahlt wirklich bis über den Bauchnabel alles sehen konnte, das war mir schon peinlich.

YLM: Welche Faszination übt der Beruf des Musikers auf dich aus?
Eine megagroße! Es ist einfach alles, das auf der Bühne stehen, wenn die Leute mitsingen... mein Traum wurde jetzt zu meinem Beruf.

YLM: Wenn du eine Zeitreise machen könntest, in welches Jahr würdest du gerne reisen?
Ich glaub in das frühe Mittelalter, das hat mich schon als Kind interessiert und mich würde es interessieren, wie das wirklich so war.

YLM: Was würdest du vermutlich tun, wenn du 24h ein Mädchen wärst?
Ohje... mal nachdenken. Ich glaub ich würde mal BHs anprobieren.

YLM: Ihr fünf benutzt Künstlernamen, reden euch eure Eltern mit euren Künstlernamen oder euren echten Namen an?
Also meine Eltern benutzen den richtigen Namen, manchmal auch den Künstlernamen, was ja eigentlich mein Spitzname ist. Aber generell sagen das eher Freunde anstatt meine Eltern.

YLM: Was denkst du, wer von euch fünf ist am eitelsten?
Ich bin ziemlich eitel, aber ich glaub Yu noch mehr.... wobei, wir sind alle irgendwie eitel.

YLM: Wer von euch benötigt beim Schminken die meiste Zeit?
Ich!

YLM: In welchen Läden kaufst du deine Kleidung?
Im Internet oder auch vieles bei ZARA und manchmal H&M, aber da find ich nicht immer was. Und in den Gothicshops findet man oft viele coole Accessoires.

YLM: Was war bisher deine schlimmste Modesünde?
Das war in der 4ten oder 5ten Klasse, da hat mit meine Mama so eine Latzhose gekauft, aber die hab ich auch noch angezogen.

YLM: Welche Haarfarbe würde nie auf deinen Kopf kommen?
Also was die Haare angeht, probiere ich schon viel aus, aber giftgrün würde auf keinen Fall auf meinen Kopf kommen.

YLM: Wer hat das meiste Gepäck von euch?
Luminor oder ich, aber es hat jeder einen Koffer, eine Tasche... irgendwie haben wir alle ziemlich viel Gepäck.

YLM: Gibt es Dinge, die du an dir selbst nicht besonders leiden kannst?
Das gibt es schon, aber darüber rede ich nicht gerne. Es gibt so Zeiten, da mag man seine Haare oder so mal nicht, aber ich hab jetzt nichts Festes, was ich unbedingt verändert haben möchte.

YLM: Gibt es jemanden, dem du gerne einmal eine Stylingberatung verpassen würdest?
Also so spontan eigentlich keinem. Natürlich sieht man manche und denkt sich seinen Teil, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden und verantworten wie er aussieht.

YLM: Wem würdest du gerne einmal beim Duschen zu sehen?
Julia von t.A.t.U

YLM: Würdest du ohne Fertigessen, Tiefkühlkost oder Fast Food verhungern?
Nein, dann würde ich eben selbst einkaufen und mir was kochen. Aber zwischendrin ist es mal ganz gut, gerade so auf der Tour, wenn alles bisschen schneller gehen muss.

YLM: Wer darf von euch fünf schon ans Steuer?
Ich, ich bin der einzige von uns, der einen Führerschein hat!

 

Cinema Bizarre im Interview
25.11.2007 von
Adriane Haussmann



Sie wollen der Popmusik den fehlenden Glamour geben, sie wollen zeigen, dass man auch Erfolg haben kann, wenn man nicht so ist wie die anderen. Sie haben keine Probleme mit Make-Up und Strasssteinen - Cinema Bizarre sind die Überraschungsnewcomer des Herbstes, die sich in die Herzen der Fans, der Kritiker und mitten in die Charts katapultierten. Aus diesem Grund haben wir den Jungs einmal kurz vor einem ihrer größten Gigs ein paar Fragen gestellt....

YLM: Wie und wann entstand denn ‚Cinema Bizarre’?
Strify:
In der Kurzform kann man sagen, dass es 2005 auf der AnimagiC war und über das Internet durch ein Visual Kei Forum über das wir uns kennen gelernt und gefunden haben.

YLM. Wie kam es denn zu eurem Bandnamen?
Strify:
Das Wort ‚Bizarre’ soll ausdrücken, dass wir experimentieren und einen außergewöhnlichen Style haben Und ‚Cinema’ für großes Kino, das wir bieten wollen.
Luminor:
Allerdings hat der Name auch noch eine andere Bedeutung, denn in den 70er Jahren gab es ein Genre, das so hieß, und sich vom Mainstream wegbewegte.

YLM: Wie kamt ihr denn zu eurem Plattenvertrag?
Strify:
Das war wirklich reines Glück. Wir haben unseren jetzigen Manager kennen gelernt und er hat uns dann der Plattenfirma vorgestellt und die waren dann von uns begeistert und dadurch haben wir dann den Plattenvertrag bekommen.

YLM: Da draußen in der Halle warten jetzt tausende von Menschen auf euch, wie sieht es mit der Nervosität aus?
Luminor:
Die kommt noch ganz kurz vorher!
Strify:
Ich bin immer etwas nervös, aber eigentlich ist es immer das lange Warten bis man dran kommt, dass einen echt nervös macht.
Kiro:
Bei mir kommt die Nervosität auch kurz vorher.
Luminor:
The Dome war bisher unser größter Gig, aber das heute dürfte in etwa genau so groß sein.

YLM: Wie viel Zeit investiert ihr denn so in eure Musik?
Strify:
Also wenn wir nicht im Proberaum sind, fehlt uns schon was.
Luminor:
Auch am Wochenende!

YLM: Wie entstehen denn bei euch eure Songs?
Strify:
Das ist wirklich unterschiedlich! Ich mach mir Notizen zu Themen…
Kiro:
Einer hat eine Idee und spricht es dann mit den anderen durch.
Luminor:
Es kommt auch auf den Text an, manchmal kann es wirklich eine Woche dauern und manchmal 2 Jahre bis ein Song fertig ist.

YLM: Euer erstes Video sieht sehr aufwendig auf, war es das wirklich?
Strify:
Ja, da gab es ja die vielen Puppen, die eigentlich die meiste Zeit da rum standen und unser Regisseur gab ihnen sogar Namen. Aber eigentlich war nur die Szene kompliziert in der mich die Puppen angreifen, weil das ja so Marionetten waren und die Augen mussten später eben digital bearbeitet werden, aber die Träne war wirklich echt.

YLM: Ihr habt euer erstes Album veröffentlicht, habt ihr darauf jeweils einen Lieblingssong?
Shin:
Ja, „Angel In Disguise“.
Strify:
Ich mag „Escape to the stars“.
Kiro:
Das wird übrigens auch die neue Single, die am 07. Dezember veröffentlicht wird. Mein Lieblingssong auf dem Album ist „Forever Or Never“.
Yu:
„Dysfunctional Family“
Luminor:
Ich habe gleich zwei, einmal „Heavensent“ und einmal „Get off“.

YLM: Wie waren denn die Studioaufnahmen zu eurem allerersten Album?
Luminor:
Wir sind viel rumgereist, waren in Schweden, Dänemark und England, daher ist das Album auch so facettenreich.
Strify:
Aus dem Grund hab ich auch die Schule abgebrochen, die anderen waren alle schon damit fertig.

YLM: Nach welchen Kriterien habt ihr denn entschieden, welche Songs auf dem Album landen und welche es nie von euch zu hören geben wird?
Luminor:
Also es wird überhaupt keine Songs von uns zu hören geben, die uns nicht repräsentieren.
Strify:
Das ist eigentlich eine reine Gefühlssache! Wenn bei dem Song nichts rüberkommt, dann ist er nicht gut, man muss die Songs schon spüren.

YLM: Wie kam es dazu, dass „Lovesongs (they kill me)“ eure erste Single wurde?
Strify:
Also das stand außer Frage. „Lovesongs (they kill me)“ liegt uns allen total am Herzen und es ist eben ein echter Ohrwurm, das musste einfach die erste Single sein.

YLM: Was liegt euch vermutlich mehr: Balladen oder Up-Tempo-Nummern?
Strify:
Beides, aber ich weiß, dass stimmlich eigentlich eher Balladen zu mir passen.
Kiro:
Also ich geh gerne auf der Bühne ab!

YLM: Welchen großen Traum möchtet ihr euch als Band gemeinsam erfüllen?
Shin:
Eine Welttournee wäre wirklich toll.
Luminor:
Ein Nummer-1-Hit, Top 10 war ja schon mega, aber so ein Nummer-1-Hit ist eben noch einmal etwas ganz besonderes.
Strify:
Das gibt einem dann vermutlich nochmal einen richtigen Schub!

YLM: Was möchtet ihr denn mit eurer Musik erreichen und ausdrücken?
Strify:
Wir möchten damit zeigen, dass die Leute das tun sollen, was sie für richtig halten. Wenn man anders ist, ist man in einem ständigen Kampf und muss sich rechtfertigen und wir wollen einfach zeigen, dass es geht, dass man seinen Weg gehen kann.
Yu:
Man soll sich einfach selbst treu bleiben!

YLM: Was sind denn nach eurem Album und der neuen Single die nächsten Ziele?
Strify:
Eine eigene Tour, die vermutlich im Frühjahr nächsten Jahres kommen wird.

YLM: Was macht eure Shows zu einem echten Muss?
Kiro:
Wir bieten großes Kino!
Luminor:
Cinema Bizarre ist absolut einmalig!

YLM: In wessen Haut würdet ihr gerne einmal für 24h schlüpfen?
Shin:
Ins Strifys, ich stand nämlich bei Auftritten noch nie vorne.
Strify:
Ich wäre gerne Kiro, dann wüsste ich wie es ist, wenn man so klein ist. Ne, ich wäre gerne mal Shin!
Luminor:
Also ich bin genug mit mir selbst beschäftigt.

YLM: Über was regt ihr euch ziemlich oft und stark auf?
Kiro:
Es gibt sehr viele Kritiker, die teilweise echt nerven können.
Strify:
Es gibt Leute, die einem echt was Andrehen wollen, einen in Schubladen stecken müssen und ganze Konzepte über einen selbst entwickeln.

YLM: Wenn man in 10 Jahren den Namen „Cinema Bizarre“ hört, an was soll man denken?
Shin:
An uns!
Strify:
An unsere Musik!

Cinema Bizarre - Strify und Yu beantworten eure Fragen!
27.11.2007 von
Jennifer Weiland

YLM: Am 12. Oktober ist euer Debütalbum "Final Attraction" erschienen, habt ihr mit einer solchen Resonanz der Fans gerechnet?
Yu:
Ich war positiv überrascht ^^ Ein herzliches Merci natürlich für jedes gekaufte Album.
Strify: Gehofft habe ich darauf. Man lebt ja immer ziemlich ungewiss im Musikbusiness und weiß nie genau was auf einen zukommt. Ignorieren kann man uns schlecht – entweder man mag uns oder eben nicht ^^

YLM: Welche sind eure persönlichen Lieblingslieder des Albums?
Yu:
Zu meinen Lieblingsliedern zählen Dysfunctional Family, Angel in Disguise und Get Off.
Strify: Meine Favos sind Escape to the Stars und Forever or Never.

YLM: Als ihr angefangen habt Musik zu machen, war es da beabsichtigt in die Medien zu kommen?
Yu:
Ist es nicht der Wunsch jedes Künstlers mit seiner Musik in die Medien zu kommen? Ich habe nicht direkt damit gerechnet aber mein Wunsch war es natürlich
Strify: Das war damals alles eine kleine Idee. Wir fünf lieben Musik und wollten selbst welche machen. Dass aus dieser kleinen Geschichte so etwas Großes wird, ist echt ein Geschenk – auf das habe ich gewartet aber ob ich es wirklich bekomme wusste ich nie.

YLM: Bei einigen steht ihr mittlerweile höher im Kurs wie die Jungs von Tokio Hotel, wie fühlt man sich bei so einem "Erfolg"?
Yu:
Ich finde das toll das die Leute so schnell Begeisterung an uns finden konnten ^^
Strify: Wenn man sieht, wo die Jungs überall Erfolg haben auf alle Fälle. Wir haben allerdings gerade eben erst angefangen.

YLM: Euer Styling ist ja mehr als ausgefallen, wie aufwändig ist es das jeden Tag so hinzubekommen UND, lauft ihr überhaupt IMMER so rum oder kann man euch auch mal ganz ungestylt antreffen?
Yu:
Komplett ungestylt sind wir nie, Make-Up ist eigentlich immer drauf nur jetzt im Winter tragen wir auch mal Mützen da es ja schon mal schnell kalt wird
Strify: Die Bühnenoutfits tragen wir natürlich auch nur auf der Bühne, deswegen heißen sie so. Aber in Jeans wird man mich nie finden können.

YLM: Seit ihr NUR durch das Schauen von Anime Serien auf euren Style gekommen oder habt ihr euch eventuell auch durch J-Rock Bands oder andere Szenen inspirieren lassen?
Yu:
Jeder ist auf seine eigene Art zu seinem Style gekommen, wir haben uns aber unter anderem von der Visual-Kei Szene beeinflussen lassen.
Strify: Ich habe noch nie einen Anime gesehen und gesagt: so will ich aussehen. Das Styling ist vielmehr durch die ebenfalls japanische Visual Kei Szene geprägt. Mit der Zeit hat sich aber immer mehr ein eigener Stil gebildet. Ich habe auch schon eine Menge herum experimentiert.

YLM: Neben dem ganzen Rubel, habt ihr da grad noch Zeit für andere Dinge?
Yu:
Wir haben zwar immer viel zutun, finden aber trotzdem Zeit auch unseren Hobbies nachzugehen.
Strify: Die haben wir schon, aber ich kriege meinen Kopf nie ganz frei.

YLM: Was macht ihr privat wenn ihr nicht grad für die Musik bzw Band unterwegs seid?
Yu:
Das kommt immer ganz drauf an, wir proben viel, Kiro und Ich gehen ins Fitnesscenter und natürlich sind wir auch gerne mal zuhause und spielen Konsolen oder PC-Games.

YLM: Was dürfen wir in kommender Zeit von euch erwarten? Alben, Touren, Fernsehauftritte, Autogrammstunden……
Strify:
2008 wartet etwas auf euch, das keiner erwartet. Und unser Highlight Anfang des Jahres wird sicher endlich unsere Live-Tour sein, der wir schon entgegen fiebern.

YLM: Eure größten Wünsche und Ängste?
Strify:
Hm… Wünsche und Ziele sind immer da. Aber das sind keine Dinge die ich so einfach preis geben möchte ^^


Und hier ein paar Fragen eines sehr engagierten Fans

YLM: Stimmt es, dass ihr mehr in der Welt von Playstationspielen (Final Fantasy) als in der realen Welt lebt?
Yu:
Wer sagt denn so was? Stimmt nicht

YLM: Wer braucht am längsten unter der Dusche?
Yu:
Ich lasse mir gerne Zeit aber bestimmt Kiro ;D
Strify: Oder ich, ich hab nie auf die Uhr geschaut ^^

YLM: Wollt ihr auch weltweit Karriere machen?
Yu:
Natürlich, es wäre cool wenn wir in allen Ländern gut ankommen.
Strify: Wir werden Anfang des nächsten Jahres mit Promotion im Ausland beginnen und unser Album wird auch dort veröffentlicht werden. Ich liebe es in andere Städte und Länder zu kommen.

YLM: Würdet ihr euch eine Freundin bei eurem derzeitigen Zeitplan leisten können?
Yu:
Na klar, es muss allerdings dann auch die richtige sein ^^
Strify: Sieht schlecht aus, aber wo ein Wille ist, kann man auch einen Weg finden.

YLM: Wollt ihr auch Schauspielern?
Yu:
Ich würde es gerne mal ausprobieren ^^
Strify: Ist sicher mal eine Erfahrung wert.

YLM: Vermisst du deinen Beruf als Masseur?
Yu:
Nein ^^

YLM: Würdest du für 1 Mio. Euro 1 Jahr auf Sex verzichten?
Yu:
Für eine Millionen Euro würde ich schon darüber nachdenken

YLM: Was tust du heimlich wenn dir niemand zusieht?
Yu:
Diese Frage nicht beantworten ^^

YLM: Würdest du deinen „Spazierstock“ verkaufen?
Strify:
Nein würde ich nicht. Es kommt aber auch auf den Preis an ^^

YLM: Aus welchem Spiel kommt der Name Strify (vielleicht aus Final Fantasy 7)?
Strify:
Genau, ist eine Anlehnung an Cloud Strife. Ich habe Yu unbekannterweise an diesen Chara erinnert, als er mich kennen gelernt hat.

YLM: Am 12. Oktober ist euer Debütalbum "Final Attraction" erschienen, habt ihr mit einer solchen Resonanz der Fans gerechnet?
Kiro:
Wir sind mega froh, dass unsren Fans das Album so gut gefällt! Es freut mich auch jedes Mal, wenn mir jemand schreibt wie gelungen das Album ist, das erfreut mich sehr

YLM: Welches ist dein persönliches Lieblingslied des Albums?
Kiro:
Mein persönliches Lieblingslied auf unserem Album ist ‚Forever or never’, ich liebe es den Song zu spielen!

YLM: Als ihr angefangen habt Musik zu machen, war es da beabsichtigt in die Medien zu kommen?
Kiro:
Natürlich nicht, ich persönlich hab nicht damit gerechnet, dass es mal so weit kommt! Nun bin ich sehr stolz und froh wie alles gekommen ist!

YLM: Bei einigen steht ihr mittlerweile höher im Kurs als die Jungs von Tokio Hotel, wie fühlt man sich bei so einem „Erfolg“?
Kiro:
Natürlich ist das eine große Ehre für uns, aber wir sehen Tokio Hotel auch nicht als Konkurrenz oder sonstiges an, wir sind zwei völlig verschiedene Bands und vergleichen uns auch nicht mit ihnen.

YLM: Euer Styling ist ja mehr als ausgefallen, wie aufwändig ist es das jeden Tag so hinzubekommen UND, lauft ihr überhaupt IMMER so rum oder kann man euch auch mal ganz ungestylt antreffen?
Kiro:
Also, es ist sehr schwer uns ungestylt zu treffen! Privat laufen wir auch extravaganter rum, aber auch nicht in unseren Bühnenoutfits

YLM: Seit ihr NUR durch das Schauen von Anime Serien auf euren Style gekommen oder habt ihr euch eventuell auch durch J-Rock Bands oder andere Szenen inspirieren lassen?
Kiro:
Wir haben uns eher durch J-Rock Bands dadurch inspirieren lassen, ich für meinen Teil hab früher viele Anime Serien geschaut, was mich im Endeffekt beeinflusst hat sind aber J-Rock Bands!

YLM: Neben dem ganzen Trubel, habt ihr da grad noch Zeit für andere Dinge?
Kiro:
Ja, die haben wir, wenn auch manchmal eher weniger!

YLM: Was machst du privat, wenn du nicht grad für die Musik bzw Band unterwegs bist?
Kiro:
Ich schlafe sehr sehr gerne aus lol. Ansonsten geh ich gern mit Freunden weg, geniese meine Freizeit und schaue auch gerne gute Filme

YLM: Was dürfen wir in kommender Zeit von euch erwarten? Alben, Touren, Fernsehauftritte, Autogrammstunden……
Kiro:
Für nächstes Jahr haben wir einige Überraschungen geplant Auf jeden Fall werden wir eine Tour starten auf die wir uns schon mega freuen!

YLM: Deine größten Wünsche und Ängste?
Kiro:
Ich denke darüber nicht viel nach, abwarten was die Zukunft bringt!


Und hier ein paar Fragen eines sehr engagierten Fans

YLM: Stimmt es, dass ihr mehr in der Welt von Playstationspielen (Final Fantasy) als in der realen Welt lebt?
Kiro:
Würde ich nicht so sagen nein, wir spielen alle gerne Spiele, aber wir leben natürlich in der realen Welt!

YLM: Wer braucht am längsten unter der Dusche?
Kiro:
Ich brauche, denke ich, am längsten, ich lasse mir gerne Zeit

YLM: Kannst du singen?
Kiro:
Nun ja, wenn ich will, geht das schon ansonsten singe ich gerne, wenn ich was getrunken hab!

YLM: Würdest du dir für 1 Mio. Euro die Haare abrasieren?
Kiro:
Ja, würde ich, Haare wachsen ja wieder

YLM: Was ist dein Lieblings Kuscheltier?
Kiro:
Ich hab seit ich klein bin einen großen Plüsch-Löwen, den hab ich damals von meinem Bruder bekommen hab!

YLM: Welches ist dein persönliches Lieblingslied des Albums?
Shin:
Angel In Disguise

YLM: Als ihr angefangen habt Musik zu machen, war es da beabsichtigt in die Medien zu kommen?
Shin:
Man versucht doch mit seiner Musik so viele Leute wie möglich zu erreichen und zu berühren. Wieso sollten wir dann auf die Medien verzichten?

YLM: Seit ihr NUR durch das Schauen von Anime Serien auf euren Style gekommen oder habt ihr euch eventuell auch durch J-Rock Bands oder andere Szenen inspirieren lassen?
Shin:
Ich hab mich eher von J-Rock Bands inspirieren lassen da ich gar keine Anime Serien schaue oder Manga lese.

YLM: Deine größten Wünsche und Ängste?
Shin:
Meine Größten Ängste sind das mir die Drumsticks ausgehen und das die Bühne explodiert.


Und hier ein paar Fragen eines sehr engagierten Fans

YLM: Stimmt es, dass ihr mehr in der Welt von Playstationspielen (Final Fantasy) als in der realen Welt lebt?
Shin:
Wenn wir das tun würden, mussten wir aus Zahlencodes bestehen “ 10010010110001“ und Japanisch sprechen.

YLM: Wollt ihr auch weltweit Karriere machen?
Shin:
Wieso sollten wir nicht weltweit Karriere machen wollen?

YLM: Wollt ihr auch Schauspielern?
Shin:
Strify kann gut Schauspielern XD

YLM: Bist du immer so schüchtern oder ist das nur eine Marketingidee?
Shin:
Ich bin nicht schüchtern ich rede meist nur wenig, wenn wir viel zu tun haben.

YLM: Hast du auch eine wilde Seite?
Shin:
Wenn du wüsstest XD



 

"Yam!" - Interview!

Was ist Visual Kei?

Strify: Eine Bewegung aus Japan. Angefangen hat alles mit der Band X Japan. Die haben sich als Erste die Haare toupiert, geschminkt und härtere Rockmusik gemacht. Das hat viele fasziniert, wurde nachgeahmt und hat sich zu einer eigenen Jugendkultur entwickelt.

Wann & wie seid ihr darauf gekommen?

Strify: Vor ungefähr fünf Jahren. Ich bin, wie viele Leute in Europa, über Manga und Anime zur Szene gekommen.

Yu: Bei mir war es so, dass ich mit elf ein Anime-Intro gesehen habe, das mit einem VK-Song unterlegt war. Den fand ich so geil, dass ich gleich mehr wissen wollte.

Shin: Ich bin vor zwei Jahren über einen Zeitungsartikel auf die Band "Dir en grey" aufmerksam geworden. Die Musik und der Style haben mich sofort fasziniert.

Luminor: Der ausschlaggebene Punkt, dass ich mich mit Visual Kei beschäftigt habe, war eine japanische Inszenierung des Musicals "Elisabeth" in der alle Figuren im Mangastyle aufgetreten sind.

Kiro: Ich habe die Szene mit 15 über ein paar Freunde kennengelernt. Die Musik fand ich toll, der Look hat mich fasziniert - dann habe ich selbst angefangen, mich so zu stylen...

Der Style ist sehr aussergewöhlich - woher kriegt man solche Klamotten?

Shin: Die kriegt man meistens übers Internet.

Strify: Oder in speziellen Geschäften, die japanische CDs, Magazine und Klamotten anbieten. Es ist aber kein Muss, dass man sich alles aus Japan einfliegen lässt. Viele nähen sich ihre Klamotten auch selbst.

Was bedeutet Visual Kei für euch?

Strify: Für mich ist VK ein Lifestyle. Man stylt sich in einer bestimmten Art und hört Musik, die in diese Richtung geht. Es ist keine Lebenseinstellung, bei der man politische Interessen vertritt wie z.B. beim Punk. Visual Kei spielt sich auf der optischen Ebene ab.

Was fasziniert euch daran?

Shin: Der Style und dieses Anderssein.

Yu: Und natürlich die Musik. Die klingt einfach nicht so ausgelutscht wie vieles Westliche.

Luminor: Ich mag vor allem die japanischen Musicalstimmen, die sind sehr gut ausgebildet. Und das japanische Schönheitsideal...

Was macht man als Visual-Kei-Fan?

Strify: Hauptsächlich spielt sich alles im Internet ab. Es gibt eine riesige Community, über die viele private Treffen ausgemacht werden. Oder man geht auf Conventions, auf die dann bis zu tausend Leute kommen.

Über was spricht man?

Shin: Auf Conventions ist es immer ein großes Sehen und Geschehenwerden. Da wird dann über den Style oder Bands gesprochen, Fotos gemacht, Styingtipps ausgetauscht...

Ihr betont ja immer wieder, dass ihr keine Visual-Kei-Band seid...

Kiro: Genau! Wir sind keine Japaner - die Hauptvorraussetzung einer VK-Band. Wir sind Fans der Szene, und unser Style ist an Visual Kei angelehnt, aber mehr nicht.

Trotzdem sind einige "Visus" kritisch.

Strify: Ich kann verstehen, dass einige erst mal Angst um "ihre" Szene haben, weil sie sie für sich behalten wollen. Aber wir wollen die Szene ja nicht berühmt machen und rufen auch niemanden dazu auf, ebenfalls Fan zu werden.

Gibt es eigentlich bestimmte Regeln?

Yu: Natürlich gibt es einige Maniacs, die alles ganz genau nehmen. Aber eigentlich ist alles erlaubt, was gefällt...

Shin: Man sollte einfach einen speziellen Style für sich selbst entwickeln -  das ist meiner Meinung nach die einzige Regel. 

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